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19.10.2017 : 16:14 : +0200

Gerald Pinedo



Gerald Pinedo

Mehr als zwei Jahre lang hat Gerald Steven Pinedo die Länder Venezuela, Ecuador, Kolumbien und die karibischen Inseln bereist, um in Bibliotheken und an den Originalschauplätzen des Sklavenhandels Nachforschungen anzustellen. Bei seinen Studienreisen machte der Künstler die schmerzliche Erfahrung, dass die Menschen in den lateinamerikanischen Ländern ihre eigenen Wurzeln nicht mehr kennen und sich nicht als Nachkommen der Sklaven sehen.

Auf seinen Erkundungen sichtete und sammelte Pinedo zahllose Dokumente. Er erwarb jene Werkzeuge und Geräte, die benutzt wurden, um die Menschen aus ihren angestammten Heimatländern in die ewige Gefangenschaft zu führen. Mit seiner aktuellen Installation hat er ein Mahnmahl für Millionen gequälter, verschleppter und entrechteter Menschen geschaffen, ein Denkmal für diejenigen, die in der Sklaverei gelebt und im Zustand der Unfreiheit ihr Leben verloren haben.

Damit gewinnen die Arbeiten von Gerald Pinedo eine aktuelle Bedeutung. Sie fordern zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Sklaverei, zur Auseinandersetzung mit der "Transkulturation" (Fernando Ortiz) heraus, also der Verschmelzung europäischer und afrikanischer Elemente in der lateinamerikanischen Kultur. Zahlreiche heute existierende Kultgemeinschaften sind lebendige Beweise für die Bedeutung afrikanischer Traditionen in Mittel- und Südamerika.

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